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  • Üüüüüübung macht den Meister!

    Klangbilder werden während der kindlichen Sprachentwicklung erworben und sind prägend. Beim Fremdsprachenlernen können sie den Zugang zu fremdsprachigen Hörmustern versperren und wirken wie ein Filter: Nur gewohnte muttersprachliche Klänge werden durchgelassen. Lerner, die den Laut „Ü“ [y:] nicht aus dem Inventar der Muttersprache kennen, haben Schwierigkeiten damit, ihn richtig zu identifizieren und zu artikulieren. Die Fähigkeit, Laute beim Hören zu unterscheiden, führt nicht automatisch zum richtigen Aussprechen, ist aber wichtige Voraussetzung dafür. Wichtig sind kontrollierbare Höraufgaben, die den Lerner zur Unterscheidung zwischen den Minimalpaaren U und Ü zwingen, z.B. Ankreuz- oder Zuordnungsübungen, möglich sind auch Bewegungsspiele.

    Hüpfdiktat zur Kontrastierung
    - Mit beiden Beinen einen Schritt nach vorn hüpfen: Lerner identifiziert U
    - Mit beiden Beinen einen Schritt zurück hüpfen: Lerner identifiziert Ü
    Lehrer diktiert z.B. Mutter, Mütter, Hüte, Hut, Hütte, Bruder, Brüder, drücken, drucken, Kuh, Kühe, Mühe, Muh, … und merkt am Hüpf-Ergebnis sofort, ob ein Lerner den Unterschied hört.

    So wird das Ü gebildet:



    Aussprachetipp:
    Sprechen Sie zuerst ein „I“ und machen Sie dann die Lippen spitz und rund. Das „Ü“ lässt sich gut entwickeln, wenn man es eng zwischen I und U stellt und dann aus dem I heraus in Richtung U zieht:
    mi mi mü Müsli
    li li lü Lüge
    si si sü süß

    Probieren Sie es aus mit 5-10 Wörtern, die Sie im Video gesammelt haben:
    Ib Ib Üb Übung
    wi wi wü wünschen
    Ti Ti Tü Tür
    fi fi fü fünf

    Singen: Mit dem Lied von den „Drei Chinesen ohne Kontrabass“ kann man die Aussprache der Vokale trainieren. Lassen Sie Ihre Lerner eine eigene Strophe mit dem Umlaut Ü schreiben und als letzte Strophe singen.

    Lautes Sprechen: Lerner lesen Witze vor
    Ein Breitmaulfrosch geht zum Arzt und fragt: "Lieber Aaaarzt, wie kann ich mein Maaul kleiner maachen?" Der Arzt antwortet: "Sie müssen eine Woche lang jeden Tag mehrmals das Wort "Konfitüre" sagen."
    Nach einer Woche kommt der Breitmaulfrosch traurig zum Arzt zurück. Sein Maul ist noch größer geworden. Der Arzt fragt: "Aber Herr Frosch, was haben Sie denn gemacht?" "Wie Sie es mir gesagt haben, Herr Doktor, ich habe täglich mehrmals "Maaaarmelade" gesagt!"

    Festigung durch Variation: Eine eigene Variante schreiben und erzählen. Statt 'Konfitüre' und 'Marmelade' werden jetzt die Begriffe 'Gemüse' und 'Salat' verwendet.

  • Verliebt in der falsches Mädchen

    Der Brasilianer Marcelo Araujo Alvez trat als Kandidat in der Castingshow Deutschland sucht den Superstar auf und präsentierte dort seine Eigenkomposition „Verliebt in der falsches Mädchen“. Kultiger Ohrwurm oder Grammatik-Verbrechen? Marcelo ist jedenfalls momentan ziemlich beliebt in Deutschland: Sein Song bekam auf Youtube bereits mehr als 4 Mio. Klicks.

    Lesetext: Infos zum Überraschungshit

    Fehlerversteigerung für Lerner ab B2: Teilen Sie einzelne Sätze des Songs aus. Arbeitsgruppen versuchen, gemeinsam zu korrigieren, z.B.:

    - Jede Tag i sag hallo, na, wie geht‘s und tschus.
    - Wann ich tief in ihre Auge guck, ich fühl mich andre Welt.
    - Ich geh zur Schul, ich denk an sie. Ich geh Arbeit, ich denk an sie.
    - O mein Gott, ist das so schlimm, weil jede Zeit ich denk an sie?

    Abgesehen von Rechtschreibung und Grammatik kämpft Marcelo auch mit Phonetik: Gekonnt reimt er suß auf Tschuss oder Gefuhl auf cool. Er ist ganz verruckt nach einem Mädchen und wäre glucklich, wenn er sie kussen könnte. Kann man es ihm verübeln? Wenn Umlaute nicht zum Lautinventar der Muttersprache gehören, beinhaltet die Aussprache von "Ü" für unsere Lerner eine große Herausforderung.

  • Das Lied vom Henkersbaum

    In "Tribute von Panem" spielt das eingängige Lied vom Henkersbaum eine wichtige Rolle, da es zum Symbol für den Aufstand wird. Die deutsche Version wurde eingesungen von Synchronsprecherin Maria Koschny:

    Mehrsprachigkeitsdidaktik: Lehrer meiden im Unterricht den direkten Sprachvergleich, weil sie die Gefahr von Interferenzen fürchten. Die meisten unserer Lerner haben jedoch Englisch vor Deutsch gelernt. Die enge Verwandtschaft zwischen der deutschen und englischen Sprache kann im Unterricht genutzt werden, denn es gibt viele Ähnlichkeiten in den Strukturen und im Wortschatz. Liest man Texte parallel auf Deutsch und Englisch, kann dies die Verstehensleistung unterstützen. Sprachen stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern befinden sich im dynamischen Kontakt.
    Ausprobieren kann man dies mit Liedern, die es in mehreren Sprachversionen gibt und die durch ihre aktuelle Popularität dazu dienen, Motivation zu wecken. Inhalte werden leichter erschlossen, wenn neues Wissen mit bereits vorhandenem Wissen in Verbindung gesetzt wird. Dieses Verfahren kann dazu führen, dass Texte, die vom Niveau her zu hoch für unsere Lerner sind, trotzdem selektiv verstanden werden.

    Sprachvergleich ab Niveau B1: Lassen Sie Lerner die deutsche und englische Version lesen, vorlesen und miteinander vergleichen. Sie können auch die französische oder spanische oder eine andere Sprachversion dazu nehmen. Dabei soll es nicht um eine Wort-für Wort-Übersetzung gehen, sondern um das selektive Verstehen von Inhalten.

  • Stille Post

    Phonetik ab A1: Beim „Stille-Post“-Spiel wird eine Nachricht flüsternd in einer Reihe von mindestens 5 Teilnehmern weitergegeben. Zum Schluss werden Ausgangssatz und Endprodukt miteinander verglichen. Diese Übung schult das genaue Hinhören und verbessert die Deutlichkeit der Aussprache. Probieren Sie es aus mit 2-3 Sätzen aus der aktuellen Unterrichtslektion.

    Bewegungs-Stille-Post: Im Musikvideo "Was wir tun werden" veranstaltet Marcus Wiebusch ein "Stille-Post"-Tanzen. Ein Tänzer schaut sich kurz den Clip seines Vorgängers an und tanzt nach.

  • Küsschen hier; Küsschen da

    Alle wollen was von Palina. Auch Olli will ein Musikvideo mit ihr drehen.

    Grammatik: Lerner setzen Ollis Sätze vom Präsens in Vergangenheitsformen

    - Ich will so ein tolles Video mit dir drehen! (Präteritum)
    - Ich miete dieses Studio an. (Perfekt)
    - Ich organisiere Tänzer. (Perfekt)
    - Ich habe eine Background-Band. (Perfekt)
    - Ich bereite alles vor. (Perfekt)
    - Alles klappt. (Perfekt)

    Lösungskontrolle im Video ab 3:37

  • Eine tierische Liebesgeschichte

    Im neuen Video von Prag reißen zwei adrett frisierte Pudel aus.

    Lerner notieren Stichpunkte zu den einzelnen Stationen des Hundeabenteuers (z.B. Sofa, Strand, Strandkorb, Tischdecke, Rucksack, Picknick, Seifenblasen) und erzählen das Abenteuer der Pudeldame Claire und des Pudelherrn Thierry nach.

  • Ich kenn dich nicht, doch ich mag dich jetzt schon

    Sehverstehen: Beim Sehen Stichpunkte notieren
    - Gruppe A: Kennenlerngeschichte zwischen junger Frau und Verkehrspolizist (ab 0:00 bis Schluss)
    - Gruppe B: Kennenlerngeschichte zwischen zwei Fahrradfahrern (ab 1:15 bis Schluss)

    Kooperatives Schreiben: Jede Gruppe schreibt mithilfe der Stichpunkte eine kurze Geschichte.

    Präsentation: Die Gruppen stellen sich gegenseitig ihre Kennenlerngeschichten vor, z.B. als Inszenierung mit Dialogen, als Tagebucheintrag, als Zeitungsnotiz, etc.

    Vorteil kollektiver Texte: Im Vergleich zu Einzelprodukten sind Gruppentexte häufig inhaltlich origineller, enthalten durch die gemeinsame Korrektur weniger Fehler, sind weniger angstbesetzt und trainieren durch verschiedene kommunikative Handlungen (sammeln, planen, diskutieren, überarbeiten) alle Fertigkeiten.

  • Mein Freunde und ich und ein paar andere

    Was ist aus den Freunden von Spaceman Spiff geworden?

    Selektives Hören: Verbinden Sie

    Spiff

    Selektives Lesen:
    Lösungskontrolle im Text

    Wettbewerb:
    Welches Team findet genannte Städte am schnellsten auf der Deutschlandkarte?

    Tipp: Bei der Bundeszentrale für politische Bildung kann man kostenlos Deutschlandkarten für den Unterricht bestellen.

  • AWG = Alles wird gut!

    Zum Jahreswechsel stellt sich häufig die Sinnfrage. Was bringt wohl die Zukunft? Antwort erhoffen sich die Deutschen beim Bleigießen, Orakel befragen, Karten legen oder beim Lesen im Kaffeesatz, in der Hand oder im Horoskop.
    Andere vertrauen auf Glücksbringer, klopfen dreimal auf Holz oder halten es wie Farin Urlaub.
    Sein Patentrezept lautet: "Verlier nicht den Mut. Lass dich nicht gehen' – zähl einfach bis zehn!"

    Textsorte Horoskop (A2): Erstellen Sie selber eins mithilfe eines Textgenerators

    Lesetext mit Fragen (B2): Die Wahrheit der Karten

  • Das ist der letzte Tag vom neuen Jahr ...

    Vorentlastung zum Neujahrs-Song von Adel Tawil: Per Klassenspaziergang Fragen zu Zielen und Vorsätzen fürs neue Jahr sammeln lassen, z.B.
    - Wo wirst du nächstes Jahr sein?
    - Was nimmst du dir fürs neue Jahr vor?
    - Welche Ziele möchtest du erreichen?
    - Wie oft bist du glücklich aufgewacht?
    - Wann hast du nur an dich gedacht?
    - Kannst du dir deine Fehler verzeihen?
    - Könntest du nochmal von vorne beginnen?
    - Was hält das Leben für dich noch bereit?

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